Kleine Anleitungen, Lebenshilfe und Infos betreffend verschiedene Themen. Heute die Nummer sechs dieses Formats!
Die Themen heute:
- Einfache Tanzkunde: Standard Foxtrott
- Einfache Tanzkunde: Cha cha cha
- Einfache Tanzkunde: Rhumba
- Einfache Tanzkunde: Damensolo (Drehung) beim Discofox
- Handpflege / Maniküre (mit Lack – für dich selbst)
- Erste Hilfe: Druckverband
- Erste Hilfe: Stabile Seitenlage
- Blutdruck-Check (bei dir selbst und bei anderen)
Heute setzen wir unseren Abstecher in die Standard-Tanzwelt (ganz ohne Angst) fort 🙂
Standard Foxtrott ist wie Discofox einer der absoluten Standardtänze! Voraussetzung ist auch hier ein klarer 4/4- oder 2/4-Takt: Dazu gehören (wie erwähnt) Popmusik, Schlager, Soul, Hip-Hop, House und Dance.
Unterstützung zum Erkennen des Taktes findest du in https://milamicha.de/dies-das-5/.
Wo liegt der Unterschied – wann tanzt man Discofox, wann Standard Fox? Im Wesentlichen gibt es keinen Unterschied! Discofox geht tendenziell eher bei wenig Platz (und schnellerer Musik), wie auf Partys. Standard Fox tanzt man mehr auf Bällen, um sich flüssig zu bewegen. Moderne Varianten bauen allerdings auch Discofox-Figuren ein. Geeignete Songs für Standard Foxtrott sind zum Beispiel Happier von Ed Sheeran oder Joey’s Song von Bill Haley & The Comets.
Die richtige Tanzhaltung findest du, falls nötig, nochmals in https://milamicha.de/dies-das-5/.
Nun geht’s ans Tanzen:
Im Video rechts am Beispiel von Disco Pop!
Die Anleitung folgt hier unten.

Standard Foxtrott in der Damenversion:
Mit rechtem Fuß zurück, mit linkem Fuß zurück,
einen Schritt nach rechts, linken Fuß an.
Mit linkem Fuß vor, mit rechtem Fuß vor,
einen Schritt nach rechts, linken Fuß an.
Und von vorne!
Beim Herren geht es so:
Mit linkem Fuß vor, mit rechtem Fuß vor,
einen Schritt nach links, rechten Fuß an.
Mit rechtem Fuß zurück, mit linkem Fuß zurück,
einen Schritt nach links, rechten Fuß an.
Usw.
… und zu Blueberry Hill von Elvis Presley!
Auch für Cha cha cha ist die Voraussetzung ein 4/4-Takt. Und wozu wird Cha cha cha getanzt?
Grundlegend zu authentischer lateinamerikanischer Musik – aber auch zu vielen anderen Songs, solange Tempo (flott) und Takt stimmen.
Songbeispiele: Havana von Camila Cabello, Dancing in the Moonlight von Toploader oder Take you dancing von Jason Derulo.
Und … wir tanzen!
Im Video rechts zu Cha cha.
Die Anleitung folgt hier.

Cha cha cha in der Damenversion:
Startschritt nach links, linken Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit rechtem Fuß zurück,
wieder auf den linken Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
und mit rechtem Fuß beginnend – „cha cha cha“ – drei Schritte nach rechts.
Rechten Fuß an dieser Stelle belassen,
linken Fuß vor,
wieder auf den rechten Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
und mit linkem Fuß beginnend – „cha cha cha“ – drei Schritte nach links.
Etc.
Beim Herren geht es so:
Startschritt nach rechts, rechten Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit linkem Fuß vor,
wieder auf den rechten Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
und mit linkem Fuß beginnend – „cha cha cha“ – drei Schritte nach links.
Linken Fuß an dieser Stelle belassen,
rechten Fuß zurück,
wieder auf den linken Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
und mit rechtem Fuß beginnend – „cha cha cha“ – drei Schritte nach rechts.
Etc.
… und zu El sol de la Noche von Salsa Celtica!
Und zuletzt auch bei der Rhumba haben wir wieder einen 4/4-Takt als Grundlage. Wozu wird Rhumba getanzt?
Was Google sagt, klingt leidenschaftlich: „Rhumba gilt mit engen und gefühlvollen Tanzpositionen sowie sinnlichen Hüftbewegungen als romantischer Tanz, z. B. als Höhepunkt bei Hochzeiten – oder einfach als Ausdruck der Lebensfreude. Die Rhumba passt zu vielseitiger Musik, von Latin bis Pop.“
Songbeispiele für Rhumba: Another Day in Paradise oder Just the way you are von Bruno Mars.
Los geht’s!
Im Video rechts mit der Rhumba zu Bomba.
Die Anleitung folgt unten.

Rhumba in der Damenversion:
Startschritt nach links („lang mit dem Fuß verweilen“),
linken Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit rechtem Fuß zurück („kurz mit dem Fuß verweilen“),
wieder auf den linken Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern („kurz“),
Schritt nach rechts („lang“),
rechten Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit linkem Fuß vor („kurz“),
wieder auf den rechten Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern („kurz“),
usw.
Es wird also auch „gezählt“: Lang, kurz, kurz, lang usw.
Beim Herren:
Startschritt nach rechts,
rechten Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit linkem Fuß vor,
wieder auf den rechten Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
Schritt nach links,
linken Fuß an selbiger Stelle belassen,
mit rechtem Fuß zurück,
wieder auf den linken Fuß wippen und Gewicht darauf verlagern,
usw.
Und hier natürlich genauso: Lang, kurz, kurz, lang usw.
… und zu Malaniña von Havana Mambo!
Jetzt haben wir schon einige Tanzgrundschritte gelernt – unter anderem vom Discofox.
Wenn du nun noch eine einfache Drehung, das sogenannte Damensolo, beim Discofox – und später auch bei den anderen Standardtänzen – dazulernst (folgt alles!): Dann kannst du schon ohne Probleme das Tanzbein schwingen – auf Bällen, Hochzeiten usw.! Zuvor natürlich noch ein wenig üben – am Besten gemeinsam 🙂
Zunächst wie immer das Video auf der rechten Seite.
Unten die Anleitung!

Damensolo beim Discofox:
Ihr tanzt zunächst im Grundschritt.
Um anzuzeigen, dass du dich drehen sollst, hebt der führende Herr seinen linken Arm etwas an (dies soll auch bis zum Ende der Figur so verbleiben). Eure Hände sind dabei aber nach wie vor ineinander!
Der Herr tritt beim letzten Grundschritt vor der Drehung etwas nach rechts, um der Dame genug Platz zu lassen. Die Dame dreht sich nun, leicht rechts versetzt, unter dem jetzt ganz angehobenen linken Arm des Herren nach innen hindurch – und dann wieder zurück (im Grundschritt).
Es handelt sich hierbei um eine Dreivierteldrehung!
Hier ein Video für eine unkomplizierte Maniküre – eine Standardpflege mit Lack, die du an deinen eigenen Händen durchführen kannst. Für alle, die keine Nagelfreaks sind, aber ab und zu doch gerne einmal Lack tragen.
Schneide deine Fingernägel zunächst mit einer Nagelschere und feile sie mit einer Feile, immer in eine Richtung gehend.
Danach kannst du die Hände mit einer Mischung aus Handcreme und Babyöl pflegen, massieren und dabei richtig verwöhnen. Vergiss auch nicht, die Creme-Öl-Mischung in die Nägel selbst einzumassieren.
Nun einen Nagelhärter / -pflege als Grundlage auf alle Nägel auftragen. Die Flasche brauchst du nicht zu schütteln, sondern es reicht, sie zu drehen (wie bei allen Nagellackfläschchen). Die lackierten Nägel einen Durchgang lang in einer UV-Lampe trocknen.
Im Anschluss lackiere deine Nägel mit einem schönen Nagellack, z. B. von Essence. Dieser hier hat ein Gel-Finish und sieht sehr gut aus, hält aber wie alle normalen Lacke in der Regel etwa eine Woche. Um den Lack ohne Patzer aufzutragen, den Pinsel beispielsweise vorsichtig von der Nagelspitze nach unten zum Nagelbett schieben. Sollte doch mal ein Patzer passieren, entweder mit einem Wattestäbchen direkt oder mit einem Korrekturstift später ausbessern. Für zwei Durchgänge in der UV-Lampe trocknen, damit der Lack wirklich genügend aushärtet!
Im letzten Gang einen Top Coat auftragen und wieder für zwei Durchgänge trocknen.
Bei dieser Maniküre hält der Lack, wie oben erwähnt, etwa eine Woche. Zwischendurch kann man kleine Absplitterungen mit dem Farblack direkt ausbessern.
Und bei der Entfernung ist zum Glück kein mühevolles Kratzen mit einem Wattepad mehr nötig: Mit einem Nagellackentferner mit integriertem Schwamm kann der Lack ganz unkompliziert entfernt werden, indem du den Finger einfach innerhalb des Schwamms in der Flasche drehst. Danach die Hände mit Seife waschen und eincremen, am Besten wieder mit Handcreme und Öl.
Heute beschäftigen wir uns beim Thema Erste Hilfe mit dem Druckverband – am Beispiel einer Wunde am Arm. Die Anleitung zunächst im Video nebenan!
Unten folgt die genaue Erklärung.
Ein Druckverband ist nötig, wenn eine Wunde so stark blutet, dass ein einfacher Verband bereits nach Kurzem durchgeblutet wäre. Ein steter großer Blutverlust ist lebensbedrohlich und muss gestoppt werden!
Zunächst wie immer die Einmalhandschuhe aus dem Erste Hilfe-Kasten anlegen (oder die Hände waschen / desinfizieren).
Die Erklärung zum obigen Video:
Wenn die Verletzung sich am (Unter-)Arm befindet, solltest du den Arm des Verletzten gerade nach oben strecken. In dieser Haltung die Arterie am Oberarm abdrücken: Dazu mit den vier Fingerbeeren von Zeige-, Mittel, Ring- und kleinem Finger fest in die wahrnehmbare Furche (Bizepsfurche) der Oberarmmuskulatur drücken und eine Zeit lang so verbleiben, bis die Blutung nachlässt. Hier eine bildhafte Darstellung dieser Stelle am Oberarm!
Im Anschluss legst du den Druckverband an: Dazu zunächst ein Verbandpäckchen aus dem EH-Kasten so auf die Wunde legen, dass die darin enthaltende Kompresse (Wundauflage) die Wunde bedeckt. Den Verband weiter so um den Arm wickeln, dass der Anfang dabei fixiert wird. Wickle die Mullbinde des Verbandpäckchens nun weiter ein paarmal um den Arm – nicht zu fest und nicht zu locker. Sprich dabei immer mit dem Verletzten: Erkläre, was du tust! Frage, ob du zu fest wickelst usw. – Kommunikation ist auch hier alles! Jetzt nimmst du ein weiteres Verbandpäckchen aus dem EH-Kasten und lässt es verpackt. Dieses legst du auf die Stelle des Verbandes, an der die Blutung abgedrückt werden soll (auf die Wunde). Um dieses Päckchen zum Abdrücken fest zu fixieren, umwickle es weiter mit der offenen Mullbinde um den Arm herum. Diesmal aber wirklich sehr fest wickeln, denn es soll ja ein Druck entstehen! Das Ende der Binde unter dem Verband fixieren, gegebenenfalls mit Leukoplast oder einer Verbandklammer.
Jetzt kann der Verletzte zur weiteren Behandlung zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht werden – je nach Situation! Die Thematik Auffinden einer Person folgt mit den gängigen zugehörigen Maßnahmen in einem der nächsten Artikel.
Ein Druckverband kann natürlich auch an anderen Körperstellen notwendig sein!
Hab übrigens keine Angst vor Erster Hilfe 🙂
Es ist immer besser, etwas zu tun, als nichts! Und die Angst, dabei etwas falsch zu machen, ist selten begründet. Perfektion ist nicht wichtig – Hilfe ist es.
Du kannst kein Blut sehen? Es hilft oft, in einen sachlichen Modus zu wechseln („Was muss ich als Erstes tun?“).
Ein Basiswissen bei der Ersten Hilfe ist, die stabile Seitenlage durchführen zu können.
Zunächst anbei das Video; unten folgen nähere Erklärungen!
DAS VIDEO FOLGT IN KÜRZE!
Das Auffinden einer Person wird übrigens in einem weiteren Artikel erklärt (auch, woher man weiß, ob jemand bewusstlos ist)! Ein Element daraus –die stabile Seitenlage – wird dagegen gleich hier erklärt 🙂
Ist ein Patient bewusstlos (nicht ansprech- und erweckbar, atmet aber), wendet man die stabile Seitenlage an.
Warum?
Wenn ein Patient sich in der Bewusstlosigkeit übergibt, soll der Mageninhalt ungehindert abfließen können, damit der Betroffene nicht daran erstickt. Die Atmung muss weiter ungehindert funktionieren können – das ist das Ziel der stabilen Seitenlage! Der Bewusstlose soll also stabil auf der Seite liegen.
Und wie funktioniert das?
Als Erstes wie immer Einmalhandschuhe aus dem Erste Hilfe-Kasten anziehen, wo möglich (schütze dich selbst – du weißt nicht, in was du alles hineinfassen könntest)!
Zur stabilen Seitenlage wirst du (im Internet) verschiedenste Erklärungen finden. Es braucht aber im Wesentlichen nur drei, vier kleine Handgriffe:
Der Patient liegt auf dem Rücken, du kniest dich an einer Seite neben ihn auf den Boden.
- die Hand des Betroffenen, die sich auf der dir zugewandten Seite befindet, neben dessen Kopf legen
- die andere über den Körper auf die Backe an deiner Seite ziehen und dort festhalten
- das von dir weiter entfernte Bein des Patienten anwinkeln und zu dir ziehen, sodass der Patient wie im Video zum Liegen kommt
- dann musst du nur noch den Kopf des Bewusstlosen überstrecken und mit seiner Hand stabilisieren
Das war es auch schon! Klingt komplizierter, als es ist!
Nun kannst du den Bewusstlosen noch mit einer (Rettungs-)Decke (aus dem Erste Hilfe-Kasten) zudecken, bis weitere Hilfe eintrifft. Der Patient soll nicht auskühlen! Bitte auch dann zudecken, wenn es draußen warm ist: Verletzte / Menschen unter Schock frieren schneller und kühlen leichter aus.
Info zur Rettungsdecke:
Sie hat zwei Seiten, eine silberne und eine goldene!
Schutz vor Kälte: Silberne Seite innen, Gold außen.
Schutz vor Hitze: Goldene Seite innen, Silber außen.
Warum ist das so?
Die silberne Schicht soll die Körperwärme reflektieren; außen soll sie dies mit Hitze tun (laut jüngeren Untersuchungen wärmen beide Seiten allerdings fast gleich gut).
Wie kann ich meinen eigenen oder den Blutdruck und Puls einer anderen Person kontrollieren? Wie erkennen, was normal ist?
Mit einem elektronischen Blutdruckmessgerät lässt sich auch selbst zu Hause eine Kontrolle dieser Art ganz einfach durchführen. Dennoch ist ein wenig Hintergrundwissen für besseres Verständnis wichtig. Am Besten misst du übrigens den Blutdruck am linken Arm, da auf dieser Seite das Herz liegt (bessere Messung).
Der Blutdruck – was ist das überhaupt?
Das Herz pumpt regelmäßig Blut durch unseren Adern. Bei einer Pumpaktion, auch Auswurfphase genannt, erhöht sich dadurch der Druck in unseren Arterien.
Er liegt bei einem gesunden Erwachsenen im Ruhemodus in der Regel zwischen 100 und 140 mmHg (= Millimeter Hämoglobin. So hoch würde das Blut in Millimetern in einer Säule gepumpt.)
In den Momenten, in denen das Herz nicht pumpt, verbleibt ein Restdruck in den Arterien.
Dieser liegt bei einem gesunden Erwachsenen im Ruhemodus normalerweise zwischen 60 und 90 mmHg.
Den Moment der Auswurfphase nennt man auch Systole (systolischer Druck) und den des Restdrucks (Füllphase) Diastole (diastolischer Druck).
Interpretieren einer Messung mit dem elektronischen Pulsmessgerät:
Ein Blutdruck von 120 zu 80 bedeutet also: 120 mmHg Druck in der Systole, 80 mmHg Druck in der Diastole.
Der Puls ist das Pochen, das du durch den Druck der Auswurfphase unter der Haut spürst, wenn das Blut durch den Körper gepumpt wird.
Auch er wird vom Messgerät angezeigt und liegt bei einem gesunden Erwachsenen im Ruhemodus in etwa zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute.
Puls bei …
Neugeborenem: Ca. 140 Schläge,
Kind 2 Jahre: Ca. 120 Schläge,
Kind 10 Jahre: Ca. 90 Schläge pro Minute.
Eine Pulskontrolle ist übrigens auch recht einfach ohne ein Blutdruckmessgerät möglich:
Dazu die Fingerbeeren von Mittel- und Ringfinger ans Handgelenk der rechten Hand legen; in die Kuhle unterhalb des Daumens (siehe Bild anbei).
Du tust dies für zehn Sekunden und zählst in dieser Zeit deine Pulsschläge. Nun mit dem Faktor 6 multiplizieren – dann hast du den Puls pro Minute.
Du kannst auf diese Art selbstverständlich auch den Blutdruck bei anderen Personen messen!
Noch eine Randinfo: Warum haben Säuglinge, Kinder und Jugendliche eigentlich einen höheren Puls? Bei einem Erwachsenen wird während einer Pumpaktion (Systole) etwa 70 – 80 ml Blut gepumpt. Da die Pumpmenge bei Heranwachsenden selbstverständlich geringer ist, muss das Herz öfter pumpen, um denselben Blutfluss zu erreichen!
Die anderen Artikel zum Thema findest du hier:
Dies & Das (Teil 1), Dies & Das (2), Dies & Das (3), Dies & Das (4), Dies & Das (5)