Sich mal kurz vom Alltag wegträumen; ein neues Reiseziel erkunden – wer möchte das nicht hin und wieder? Wenn du diese Sehnsucht verspürst, aber (gerade) nicht verreisen kannst, ist die Rubrik „Virtuelles Reisen“ perfekt für dich. Wir versuchen, (von uns noch nicht bereisten) Zielen durch Infos, Bilder, Videos, Rezepte, Produkte etc. so nahe zu kommen, wie wir es „von hier aus“ können. Quellen sind vorwiegend das Internet, Reiseführer und Berichte. Fehler meinerseits natürlich möglich – falls dir also etwas auffällt, bitte Bescheid geben! Los geht’s:

¡Hola! 

Willkommen zu unserem virtuellen Reiseblog Nr. 37

Heute geht es nach Andalusien!

Andalusien ist die südlichste (und mit ca. 8,44 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste) der autonomen Gemeinschaften Spaniens, die auf dem Festland liegt. Es gibt 17 Gebietskörperschaften, die die Regionen Spaniens repräsentieren. Andalusien grenzt an Kastilien-La Mancha, die Extremadura, Murcia, das Mittelmeer, das britische Überseegebiet Gibraltar und den Atlantischen Ozean sowie an Portugal und ist 87.268 km² groß. Die Hauptstadt ist Sevilla.
Bedeutendste Naturräume sind die südliche Abdachung der Sierra Morena, das Becken des Guadalquivir und die Betische Kordillere, zu der die Sierra Nevada gehört.
Bei der südlichsten Stadt, Tarifa, liegen Europa und Afrika nur 14 Kilometer voneinander entfernt, getrennt durch die Straße von Gibraltar.
Andalusien war in der Vergangenheit oft umkämpft und hat daher vielfältige kulturelle Einflüssen, zum Beispiel durch die Araber oder die Römer.
Bekannt ist die Region unter anderem auch durch für Musik, besonders den Flamenco.

Lage: https://th.bing.com/th/id/OIP.7SacJ6qgiLbCJ0p7bluzMQHaEO?pid=ImgDet&rs=1
Detaillierte Karten: https://www.orangesmile.com/reiseinfos/andalusien/ausfuhrliche-karten.htm

Um die VR-Blogs optimal genießen zu können, empfehle ich, eine YouTube-Playlist mit allen Videos des Blogs (in der richtigen Reihenfolge) anzulegen und dann auf einem möglichst großen Bildschirm abzuspielen.

Zeitzone:
Hier gibt es keinen Unterschied zu Deutschland.

Klima:

Andalusien besitzt vor allem typisches subtropisches Mittelmeerklima (heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter). Da die Region allerdings auch über ein Hochgebirge (die Sierra Nevada) verfügt, herrscht in diesem alpines Klima und es ist weit feuchter als das sie umgebende Tiefland. In Andalusien liegt aber auch das trockenste Gebiet auf dem europäischen Kontinent mit fast wüstenhaften Klimabedingungen; außerdem herrschen in dieser autonomen Gemeinschaft Spaniens bis zu 3.000 Sonnenstunden im Jahr, was sie zu einer der sonnenreichsten Regionen des Landes macht.
Das Frühjahr beginnt im März, und während es im Landesinneren und an der Costa del Sol schon im Juni bis zu 30°C warm sein kann, sorgt der Wind vom Atlantik für etwas kühlere Temperaturen – in den Sommermonaten hat es nicht selten über 40°C. Die niedrigsten Temperaturen (auch schon mal bei nur 11°C) liegen in den feuchteren Wintermonaten. Die Küste an der Südspitze Spaniens zeichnet sich durch teils kräftige Winde aus und ist Anziehungspunkt für viele Windsurfer.

Klimatabelle: https://www.golfbutler.ch/files/golfbutler/Spanien/Andalusien/Klimatabelle%20Andalusien.PNG

Sprache:

Es wird Andalusisch gesprochen, ein spanischer Dialekt. Dieser unterscheidet sich phonetisch erheblich vom Spanischen und ist auch für Spanier aus anderen Regionen ungewohnt. Er soll nach der umstrittenen Andalucismo-These die Umgangssprache Lateinamerikas stark beeinflusst haben. Andaluz zeichnet sich durch das Verschlucken der Buchstaben „s“ oder „d“ in der Mitte oder am Ende eines Wortes aus. Das Diminutiv (grammatische Verkleinerungsform eines Substantivs, z.B. zur Verniedlichung, als Koseform und zur Bildung von Kosenamen) -illo/a am Ende eines Namens ist oft statt des üblichen -ito/a zu hören. Im Allgemeinen wird es wesentlich öfter verwendet als im restlichen Spanien. Andalusisch wird in den Regionen Andalusien, Murcia und im Süden der Extremadura – mit einigen Unterschieden zwischen Provinzen und Städten – gesprochen.

(Zumindest) Spanisch ist in Andalusien wirklich nötig; mit Deutsch und Englisch (wie auf Mallorca) kommt man nicht weiter. Hier also ein Auszug aus einem Reisewörterbuch Spanisch:
Kleines spanisches Reisewörterbuch – Reisetipps rund um Andalusien (leben-in-andalucia.de)

Musik:

Die älteste in Andalusien entstandene Musikrichtung ist die arabisch-andalusische Musik. Ihre Anfänge finden sich zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert, als vor allem Mauren in der Region lebten.
Berühmter ist aber der Einfluss andalusischer Zigeuner: Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand aus den Klageliedern dieser Bevölkerungsgruppe der tragische Flamenco mit seinem charakteristischen Tanz.
Im Zweiten Weltkrieg brachte Andalusien den Copla Andaluza hervor. Diese leichte Unterhaltungsmusik half der Gegend und dem Rest Spaniens durch die problematischen Nachkriegsjahre.
Die Musik in Andalusien hat aber auch die Gegenwart geprägt; so ergab eine Mischung aus andalusischer Volksmusik und der Musikrichtung Rock den modernen Rock Andaluz.
In andalusischen Städten finden außerdem häufig Musikfestivals statt, was bei so viel Musikgeschichte nicht verwunderlich ist.
Ferner besitzt die Region auch für die Jazzszene eine wichtige Bedeutung Die wichtigsten europäischen Musiker dieser Stilrichtung treffen sich jeden November anlässlich des Festivals de Jazz de Granada in dieser Stadt.

Andalusian Spanish Arabic Music: https://youtu.be/0Mi9ooSmXoQ
Traditional Spanish Flamenco Music: https://youtu.be/wPJPmHSxKFc

Weiter geht’s – wie immer – mit Sightseeing:

Stadtburg Alhambra in Granada

Die Alhambra ist eine Stadtburg (kasbah) im maurischen Stil auf dem Sabikah-Hügel in Granada. Die Anlage ist ca. 740 m lang und misst an den breitesten Stellen 220 m.
Der Komplex kann in vier Teile unterteilt werden: Der Generalife (Sommerpalast) außerhalb der Festungsmauern, die Medina, die Paläste der Naṣriden und die Alcazaba (Zitadelle).
Die Naṣridenpaläste mit ihren Gärten sind das Herzstück der Alhambra – hier befanden sich der Regierungssitz sowie die Privaträume der maurischen Herrscher.
Für den Palast Karls des Fünften wurden Teile der Naṣridenpaläste abgerissen.
Die Pavillons und Gärten des Generalife wurden wahrscheinlich unter Ismail I. (1314–1325) angelegt.
Hauptkomplex ist der Alcázar mit seinem Thronsaal und dem Löwenhof, der im Stil eines persischen Tschahār Bāgh gestaltet ist.
Seit 1958 befinden sich darin unter anderem das Museum der Schönen Künste und das Museum der Alhambra.
In der Medina sind heute hauptsächlich Gärten und Fundamente der ursprünglichen Bebauung (Werkstätten, Wohnquartiere) sowie diverse Gebäude, z. B. ein Kloster, in dem heute ein Parador-Hotel untergebracht ist.
Seit 1984 gehört die Alhambra zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit mehr als zwei Millionen Gästen im Jahr das meistbesuchte Monument in Spanien.

Auf YouTube:
Die Entdeckung der Welt – wilde Schlösser – Alhambra: https://www.youtube.com/watch?v=ZhhGIuH3dj8
4K Walking Tour: https://www.youtube.com/watch?v=tGA8WvO8rps

Königspalast Alcázar in Sevilla

Der Alcázar ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Die Anlage wird nach wie vor von der spanischen Königsfamilie als Residenz genutzt, wenn sich diese in Sevilla aufhält.
Sie wurde ursprünglich als maurisches Fort angelegt, später erweiterte man die Anlage mehrfach bis hin zum Palast. Die Gartenanlagen gehen zurück in die Zeit Karls V. und nahmen ursprünglich eine größere Fläche ein als heute. Die kleinteilige Gliederung ergibt sich durch Mauern, die Schutz gegen heiße Winde gewähren. Die Gärten sind, wie der Palast, weitestgehend zugänglich, lediglich der parkseitige Flügel des Palacio de Pedro I mit angrenzendem Garten ist als Privatwohnung der Königsfamilie gesperrt.

Auf YouTube:
Royal Alcázar of Seville: https://www.youtube.com/watch?v=95Y7gzP5P0Y

Mezquita-Kathedrale in Córdoba (Mezquita-Catedral de Córdoba)

Die Mezquita-Catedral de Córdoba, oft einfach Moschee von Córdoba genannt, ist seit der Reconquista die römisch-katholische Kathedrale von Córdoba. Mezquita ist das spanische Wort für Moschee. Seine architektonische Weltgeltung besitzt das Bauwerk als ehemalige Hauptmoschee aus der Epoche des maurischen Spaniens. Der riesige Betsaal ist durch Hufeisenbögen in 19 etwa gleich hohe Schiffe mit bis zu 36 Jochen aufgeteilt. Er wurde in mehreren Bauabschnitten immer wieder erweitert. Das Bauwerk gehört mit ca. 23.000 m² zu den größten ehemaligen Moscheebauten weltweit. Im 16. Jahrhundert wurde ein gotisches Kirchenschiff in die Halle hineingebaut und das Minarett durch einen Glockenturm ersetzt. Seit 1984 gehört die Mezquita-Kathedrale zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auf YouTube:
Córdoba Cathedral: https://youtu.be/Q3etLlvo1v4

Park von Málaga

Dieser Park ist landschaftsgärtnerisch geprägt. Es dominieren gewundene Pfade, die den Rahmen für verschieden große Rondelle bilden und so den rechtwinkligen Grundriss auflockern. Besonders hervorzuheben sind die vielen gestalterischen Elemente, darunter mehrere Pavillons einschließlich eines Musikpavillons, Brunnen und Statuen. Der schönste Brunnen ist im Garten La Cascada zu finden – die von Karl V. in Auftrag gegebene, im Stil der Renaissance ausgeführte Fuente de los Cisnes. Zahlreiche Statuen sind bekannten Persönlichkeiten Málagas gewidmet. Die Vegetation harmoniert perfekt mit der freien, natürlich wirkenden Anlage des Parks.

Auf YouTube:
Málaga Park Walking Tour: https://www.youtube.com/watch?v=kRaJI_OunYY

Fels von Calpe (Gibraltar)

Gibraltar ist eine britische Enklave an der Südspitze Spaniens. Das Überseegebiet hat eine bewegte Geschichte und ist an naturlandschaftlichen Attraktionen nur schwer zu übertreffen. Ausnahmezustand herrscht dort am 10. September, dem Nationalfeiertag.
Gibraltar ist nur 6,5 Quadratkilometer groß, besitzt einen Hafen sowie einen eigenen Flughafen. Von Spanien aus ist es per Bus oder Auto zu erreichen, die Busfahrt von Marbella dauert ca. eine Stunde.
Bereits die Neandertaler bewohnten die natürlichen Höhlen im Felsen Gibraltars. Die alten Griechen sprachen von den Säulen des Herakles und meinten damit den Gipfel des Berges Musa in Marokko und den Felsen von Calpe (Gibraltar), welche die Meerenge von Gibraltar einfassen.
Mehrere Aussichtspunkte befinden sich auf dem Felsen. Hier leben Berberaffen – von denen ungewiss ist, ob sie von den Mauren aus Marokko mitgebracht wurden oder aus Südeuropa stammen.
Um die Aussicht zu genießen, kann man entweder die Seilbahn nehmen, mit dem Auto nach oben fahren oder ein Taxi nehmen.

Auf YouTube:
Gibraltar Cable Car: https://youtu.be/U4r_KXrS4Wk
Calpe Gibraltar: https://youtu.be/NhVgcwFb0PU

Nationalpark Sierra Nevada

Zwischen Granada und Almeria befindet sich der Sierra Nevada-Nationalpark.
Das Sierra Nevada-Gebirge (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Hochgebirge in Kalifornien) ist nach den Alpen das zweithöchste Gebirge in Europa. Fast das ganze Jahr über sind die Gipfel mit Schnee bedeckt. Der höchste Berg der Region ist der Mulhacén mit etwa 3.482 Metern.
Bei einem Ausflug in den Sierra Nevada-Nationalpark trifft man auch auf seltene Tierarten wie Steinböcke, Uhus und Adler.
Der Park wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt, was mit über 2.100 Pflanzenarten nicht weiter verwundert. Eine besondere Pflanze ist dabei das Sierra Nevada-Veilchen, welches nur in diesem Bergmassiv zu finden ist.

Auf YouTube:
Climbing Mulhacén, Sierra Nevada: https://www.youtube.com/watch?v=Wui0tQR5Hjk
Violeta de Sierra Nevada: https://www.youtube.com/watch?v=HRva2KhCiJM

 

Brücke Puente Nuevo in Ronda

Die Puente Nuevo ist eine Brücke in Ronda, die sich auf einem nach alle Seiten abfallenden Felsplateau befindet.
Wer die Altstadt von Ronda erkunden möchte, wird höchstwahrscheinlich auch dieses Wahrzeichen der Stadt spazieren. 120 Meter hoch über dem Fluss Guadalevin verbindet die Puente Nuevo die Alt- mit der Neustadt von Ronda.
Der spanische Baumeister Aldehuela soll nach der Fertigstellung der Brücke direkt von selbiger in den Tod gesprungen sein. Angeblicher Grund dafür war die Erkenntnis, nie wieder ein ähnlich spektakuläres Bauwerk erschaffen zu können.
Die Bauzeit betrug bis zur Fertigstellung ganze 42 Jahre.

Auf YouTube:
The Amazing Ronda – Puente Nuevo: https://www.youtube.com/watch?v=z-YFJvH1SWc

Stadt Cádiz

Cádiz, eine andalusische Hafenstadt und die älteste Stadt Europas, ist noch überwiegend vom Massentourismus verschont geblieben. Die Stadt liegt auf einer Landzunge und ist fast allseitig vom Meer umschlossen.
Hauptsehenswürdigkeiten sind die Kathedrale, die Kirche des Heiligen Kreuzes, das Römische Theater, das Rathaus, der Barockturm Torre Tavira und das Gran Teatro Falla.
Je nach Reisezeit kann man den beliebten Karneval von Cádiz erleben; er ist der größte und wichtigste in ganz Spanien.
Seine Glanzzeit erlebte Cádiz als Sitz der spanischen Marine und bedeutendes Zentrum für Forschungsexpeditionen und Handel im 16. Jh. Die mehr als 100 Wachtürme (darunter der Torre Tavira) dienten dazu, nach Schiffen Ausschau zu halten.

Auf YouTube:
Cádiz: https://www.youtube.com/watch?v=Q2AITMSDhpo

Hafenstadt Almería

Almería ist eine Hafenstadt in Andalusien. Sie liegt auf der Schwemmebene des Río Andarax in einer weiten Mittelmeerbucht. Das Stadtbild erinnert mit seinen engen Gassen, alten, weißen Häusern, Gärten und Palmenalleen an nordafrikanische Städte.
Wichtige Sehenswürdigkeiten sind die maurische Festung, der nahegelegene Naturpark Cabo de Gata, die Kathedrale, das Opern-, Theater- und Konzerthaus Auditorio Municipal „Maestro Padilla“ und die Stierkampfarena.
Almería ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Auf YouTube:
Almería Walking Tour: https://www.youtube.com/watch?v=qSJ2_yOCYUY
Außerdem ist die Provinz Almería sehr beliebt: Ihre Natur zeichnet sich durch den Kontrast von Meer und Wüste aus – und dort befindet sich auch eines der fruchtbarsten Gemüseanbaugebiete des europäischen Kontinents. Besonders hervorzuheben sind die langen, unberührten Strände und die Steilküsten in den Naturparks.
Hier auf YouTube zum Thema Strand:
Almería – Monsul Beach: https://www.youtube.com/watch?v=CRbiLhbvWKw

Altstadt von Marbella

Malerische Plätze, kleine kopfsteingepflasterte Gassen mit arabisch anmutenden Häusern, überall charakteristische Tapas-Bars, Restaurants und Cafés, welche frischgepressten Orangensaft und spanische Spezialitäten anbieten – das ist die Altstadt von Marbella.
Auch ein Besuch während der traditionellen semana santa (Klarwoche) ist reizvoll, wenn religiöse Umzüge und Prozessionen stattfinden.
Zu den Highlights in der Altstadt zählen die alten Befestigungsmauern, die Reste der arabischen Burg, das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche Klause des Santiago sowie die vielen Geschäfte, in denen man auch spanisches Kunsthandwerk und exklusive Kleidung findet.

Auf YouTube:
Walking in Marbella: https://www.youtube.com/watch?v=HO8IldW5WrM

Additional ones: 

Andalusien abseits der Touristenpfade 

Hier drei Ziele, die eine andere Seite als die touristische Andalusiens zeigen.

Bergort Trevélez
>> zu den Bildern

Trevélez ist ein naturidyllischer Bergort und eine Gemeinde mit insgesamt etwa 700 Einwohnern im Südosten der Provinz Granada in Andalusien. Ob unten am rauschenden Bach oder oben auf den herrlichen Höhenwegen – eine Rundwanderung im Tal des Río Trevélez bietet Bergidylle und ungestörte Naturerlebnisse: Viel Wasser, viel Grün, wenige Menschen und viel Ruhe!

Auf YouTube:
Trevélez: https://youtu.be/_QQr334ytvA

Wüste von Tabernas (Desierto de Tabernas)

Die Wüste von Tabernas ist eine Landschaft in der Provinz Almería, etwa 30 km nördlich der Provinzhauptstadt Almería auf dem Gebiet der Ortschaft Tabernas. Sie erstreckt sich über 280 km² und ist die einzige Wüste Europas. Die bizarre Mondlandschaft hat nicht nur die Fantasie vieler Filmregisseure beflügelt, und man wandelt auf den Spuren von Clint Eastwood und anderer Stars durch die wild zerklüfteten Canyons.

Auf YouTube:
Tabernas: https://www.youtube.com/watch?v=x5HLKwOhWjU

Strand Playa Cala de Enmedio
>> zu den Bildern

Die Playa Cala de Enmedio ist ein Strand in der Nähe von Níjar mit einer Länge von 130 m und 37 m Breite. Er liegt an der Küste des Naturparks Cabo de Gata und fällt flach ins Wasser ab. Vom Strand aus bietet sich ein grandioser Blick auf die zerklüfteten Berge und Steilwände des Naturparks. Obwohl die Playa Cala de Enmedio isoliert von anderen Stränden liegt und keine Promenade besitzt, muss man mit einer mittleren Auslastung rechnen; dennoch ist es noch ruhig und zudem sauber.
Um zum Strand zu gelangen, muss man einen langen Fußweg zurücklegen – aber es lohnt sich!
Der dunkelbraune Sand ist fein bis grob und durchsetzt von kleinen Kieseln. Das Wasser ist ruhig, mit niedrigem Wellengang – und kristallklar.
Der nächstgrößere Ort ist Agua Amarga mit Cafés, Restaurants und Geschäften.

Auf YouTube:
Cala de Enmedio: https://www.youtube.com/watch?v=8od0bsZH-BQ

Der Flamenco

Und hier noch einmal das kurz in der Rubrik „Musik“ angerissene Thema Flamenco etwas ausführlicher:
Ich zitiere Wikipedia: „Der Flamenco ist ein seit dem 19. Jahrhundert populäres Kunstgenre aus Andalusien und angrenzenden Regionen, dessen Repertoire aus Liedern und Tänzen sich durch eine charakteristische Vortragsart auszeichnet, deren Wirkung insbesondere im Tanz durch eine typische Flamencokleidung und in der Gitarrenbegleitung durch bestimmte Rhythmen und Techniken ergänzt wird.“
Lange Zeit wurde der Flamenco abgelehnt – wie seine Urheber, die andalusischen Roma. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie unterdrückt und verfolgt und ihre Gefühle drückten sie zunächst nur im Gesang aus. Erst später gewannen Tanz und Gitarrenbegleitung an Bedeutung.
Für Spanier und ganz besonders für die Flamencos selbst aber, wie die Künstler und Liebhaber genannt werden, ist das Wichtigste der Gesang. Dieser ist eine raue, orientalisch anmutende Klage, die ursprünglich unbegleitet vorgetragen wurde. Der Tanz war lange Zeit allein Sache der Frauen.
Das Gitarrenspiel ist für öffentliche Auftritte schon im 16. Jahrhundert nachweisbar. Bei ihren privaten Festen begleiteten sich die Gitanos aber nur mit Tönen, die man mit dem Körper erzeugen kann: Man klatscht in die Hände, klopft den Rhythmus mit den Knöcheln auf einen Tisch oder unterstützt ihn mit Fingerschnalzen.
Erst um 1850 begann sich die Begleitung auf der Gitarre durchzusetzen.
Die Feier des Augenblicks, Spontanität und überschäumende Emotionalität sind untrennbar mit dem Flamenco verbunden. So kann es vorkommen, dass Künstler ihre Auftritte abbrechen oder gar nicht erst auftreten, weil sie nicht in der richtigen Stimmung sind.
Die Roma führten auch eine Reihe orientalischer Instrumente wie die Rahmentrommel ein, die nicht nur zum Flamenco gehört, sondern heute noch in ganz Europa verbreitet ist.
Der Flamenco zeigt viele Merkmale orientalischer Musik wie den Gebrauch von Kleintonschritten, die zwischen den Tönen der im Westen gebräuchlichen Tonleitern liegen, oder die Dehnung und variable Wiederholung einzelner Silben.
Die Kommerzialisierung des Flamenco stieß nicht überall auf Gegenliebe und manche Künstler wollten den authentischen Flamenco wieder ins Licht rücken wollten. Das war für sie der innige Gesang.
1936 machte der Bürgerkrieg zwar den Flamenco-Opern (Inszenierung von Flamenco-Vorstellungen im großen Rahmen) ein Ende, aber der kommerzielle und traditionelle Flamenco lebte weiter.
Heute zeigt sich der Tanz in den verschiedensten Formen: Vom Solotanz überBallett bis hin zu Revue-Spektakeln.

Auf YouTube:
Doku „Gitarren und Flamenco in Granada“: https://www.youtube.com/watch?v=qNy9yMLVPhA

Die andalusische Küche

In der Andalusischen Küche werden unterschiedliche Küchen zusammengefasst – neben der Mittelmeerküche der Küstenregion mit einer Vorliebe für Fischgerichte gibt es die von Bauern und Hirten entwickelte deftige Küche des Hinterlandes. Das bekannteste andalusische Gericht ist die kalte Gemüsesuppe Gazpacho.
Vor dem Hauptgericht und als kleiner Imbiss werden häufig Tapas gereicht, als Gewürze haben Knoblauch und Pimiento (scharfe Chilischoten) eine große Bedeutung. In den sehr heißen Sommern wird eine leichte Küche bevorzugt, zu der besagte Gazpacho gehört, die ursprünglich von Landarbeitern auf dem Feld gegessen wurde.
In der ländlichen Küche werden im Herbst und Winter viele Eintopfvarianten und Schmorgerichte zubereitet. Weit verbreitet sind auch Fleischgerichte mit Kaninchen und Lamm, beim Gemüse neben Bohnen auch Auberginen und Artischocken.
An der Küste dominieren die Fischgerichte, häufig frittiert zubereitet.
Andalusien ist international bekannt für seinen luftgetrockneten Schinken. Dessen Lieferanten, die Iberico-Schweine, werden in den Eichenwäldern der Sierra Morena freilaufend gehalten.
Bekannt sind auch der Ziegen- und Schafskäse sowie der Sherry Andalusiens. Letzterer ist auch der unverzichtbare Begleiter der Tapas.
Für Sevilla ist eine eher einfache ländliche Küche typisch. Beliebte Gerichte sind Nieren in Sherrysauce, gefüllte Artischocken und Gazpacho. In Almería herrscht eine Vorliebe für Suppen mit Meeresfrüchten und Knoblauchsuppe, aber auch frittierten Fisch und Wildgerichte. In Málaga spielen Fisch und Meeresfrüchte eine bedeutende Rolle, so bei Reis mit Meeresfrüchten.

Wir machen heute: Gazpacho Andaluz (kalte andalusische Gemüsesuppe): https://www.chefkoch.de/rezepte/625791162904085/Gazpacho-Andaluz.html

Die Links:

Dokus:
„Grenzenlos“ Andalusien: https://youtu.be/kVtQYgpm4WQ
Andalusien – wo Spanien am Spanischsten ist: https://youtu.be/CnmIOO_BQeA

Google Earth (Andalusien – hier: Costa del Sol): >> zu Google Earth

Hier die Lage aller obigen Sehenswürdigkeiten auf einer Google Maps-Karte: https://maps.app.goo.gl/MjjeG8j3292beDR86

Webcams: https://www.skylinewebcams.com/de/webcam/espana/andalucia.html

Typische Souvenirs:
Info: https://www.andalusien.com/shopping.html
Hier gibt’s zum Beispiel was zu kaufen:
https://www.etsy.com/de/market/souvenir_andalusien?ref=pagination
https://www.redbubble.com/de/shop/andalusien
Außerdem:
Baumgereifte Früchte direkt vom Kleinbauern aus Andalusien:
https://www.truebenecker.de/produkt/exotische-fruechte-kaufen/
(Siehe Bild unten. In meiner Kiste waren Mangos, Kakis, gelbe Drachenfrüchte, Avocados, Guaven und Granatäpfel. Habe sie noch im November bestellt. Allerdings ist die Ware weder besser noch schlechter als die aus dem Supermarkt gewesen.)

Für heute sage ich damit wieder: 
Adiós! Te veo pronto – Tschüss! Bis bald 🙂